Seelenmodell

Die Seele

Genau wie unser physischer Körper hat auch unser „psychischer Körper“ verschiedene Bestandteile. Um unsere Psyche zu verstehen ist es sinnvoll sich diese Bestandteile einmal anzusehen.

Der wichtigste Teil ist die Seele

Die Seele ist in mehreren Ebenen aufgebaut und hat verschiedene thematische Bereiche.
In den meisten Modellen hat die Seele 5 Ebenen:
Die Erste ist die körperliche Ebene, die den physischen Körper betrifft.
Die Zweite ist die Ebene der Gefühle.
In der dritten Ebene geht es um Glaubenssätze, d. h., unsere Prägungen durch Erziehung und Erfahrungen.
In der vierten Ebene sind die Informationen gespeichert, die unsere Seele aus Vorleben mitgebracht hat und alles, was das Familiensystem betrifft.
Die fünfte und in diesem Modell die höchste Ebene wird auch als „Seelenebene“ bezeichnet. Hier geht es um alles, was die Seele in diesem Leben lernen möchte oder in früheren Leben bereits gelernt hat. Über diese Ebene stehen wir auch in Kontakt mit der geistigen Welt.

Die Grundthemen der Lernaufgaben

Auf jeder der fünf Ebenen finden wir jeweils Bereiche zu den Themen:

Selbstachtung, Selbstliebe, Selbstvertrauen, Urvertrauen, Freude, liebevolles und offenes Miteinander, Achtsamkeit, Selbstbehauptung, Spiritualität, Seelenpartner, Energiefluss, irdisches Leben, Selbstbewusstsein, Emotionalität, Selbsterhaltung, Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Selbstsicherheit, Selbstständigkeit, Selbstverwirklichung, Selbstwert, bedingungslose Liebe, Verzeihen, Unabhängigkeit von der Meinung anderer, Genießen, Vertrauen ins Leben.

In diesen 27 Themenbereichen dürfen wir lernen und uns entwickeln.

Warum das Ganze?

Weil echte Weisheit nur dort entsteht, wo man Licht UND Schatten kennt. Sonst ist es nur Naivität.
Wenn mir noch nie etwas „Schreck“-liches passiert ist, bin ich sicherlich voller Vertrauen – aber nur, weil ich es nicht anders kenne. Stößt mir dann irgendetwas zu, trifft es mich umso härter und mit hoher Wahrscheinlichkeit weiß ich mir erst einmal nicht zu helfen. Durch die Schule des Lebens bekommt unsere Seele nach und nach immer umfangreichere Lernaufgaben. Die Amplitude zwischen dem Leid, das mir erst einmal zugefügt wird und dem Glück, das daraus erwächst, wenn ich die Aufgabe bewältigt habe, wird immer größer.
Genauso tief wie ich in Leid und Unglück erst einmal geführt werde, genauso hoch geht es dann in Liebe, Freude und Glück, wenn ich gelernt habe und daran gewachsen bin.

Lernen und wachsen

Jeder kennt Menschen, in deren Leben es zu irgendeiner mehr oder weniger großen Katastrophe gekommen ist. Einige von ihnen sind gestärkt aus dieser Situation herausgekommen, sind daran gewachsen und spüren: „So schrecklich es im ersten Augenblick auch war, so ist es im Nachhinein betrachtet ein großes Glück für mich gewesen.“.
Bei anderen hat man das Gefühl, dass sie den Ausweg aus ihren Problemen einfach nicht finden und ewig im immer gleichen Kreis laufen. Sie übernehmen keine Verantwortung für ihr Leben, verharren in der Opferrolle, Schuld sind immer die anderen und sie kosten ihre Mitmenschen manchmal furchtbar viel Energie. Die Seele findet nicht in jedem Leben die Lösung für die Lernaufgabe. Manchmal sind mehrere Leben dafür notwendig.

Wir bekommen das serviert, was wir noch nicht können

Denn blöderweise sind diese Lernaufgaben immer genau das, was wir noch nicht können, nicht erkannt oder verstanden haben. Es geht jedes Mal darum unsere Ängste ein Stück weiter zu überwinden, einen Zusammenhang zu erkennen, eine besondere Erfahrung zu machen, aufrecht und ehrlich zu bleiben und uns nicht selber untreu zu werden, im Hier und Jetzt zu sein, uns selbst zu vertrauen und unserer Stärke, unseren Gefühlen, unserem Herzen, uns zu lösen vom Urteil anderer und nicht zuletzt ins Urvertrauen, in die Liebe und in die Freude zu kommen.

Unsere Seele bekommt so viele Versuche, wie sie braucht

Das Ganze ergibt nur dann einen Sinn, wenn wir in Betracht ziehen, dass die Seele viele, viele Male wiedergeboren wird. Mal als Opfer und mal als Täter, in Reichtum und das nächste Mal in Armut lebt, einmal alt wird wie Methusalem und das nächste Mal vielleicht als Baby stirbt.
Wenn ein Baby stirbt ist das immer, immer, immer furchtbar traurig. Aber es verliert seine bodenlose Sinnlosigkeit, wenn man weiß, dass die Seele unzerstörbar ist und sich vielleicht schon wieder auf die nächste Inkarnation vorbereitet.