Energiefluss

Alle Tätigkeiten haben eine Amplitude

Im gleichen Maße wie mich etwas mit Freude, Liebe und Glückseligkeit erfüllen kann, genauso stark kann es mich auf der anderen Seite der Amplitude auch mit Angst, Hass und Hoffnungslosigkeit erfüllen, wenn ich diese Tätigkeit negativ erlebe und im Zusammenhang damit verletzt werde.
Jeder kennt Beispiele für Beziehungen, die aus extremer Verbundenheit (ich benutze hier absichtlich nicht das Wort „Liebe“) in extremen Hass und Rosenkrieg umgeschlagen sind.
Sexualität ist die Tätigkeit bei uns Menschen, die uns am meisten mit Freude, Liebe und Glückseligkeit erfüllen kann. Deswegen sind die Verletzungen, die uns im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch als Kind, aber auch als Erwachsenem zugefügt werden, die schlimmsten.
Es torpediert jegliches Vertrauen und damit die Fähigkeit sich zu öffnen.

Energievampire oder beglückendes Miteinander?

Aus diesem Mangel an Vertrauen und dem sich Verschließen anderen gegenüber, erwächst für mich, mit anderen Menschen nicht wirklich in einen energetischen Austausch zu kommen. Für diesen energetischen Austausch gibt es viele Beispiele und auch der Volksmund gibt Hinweise auf ihn.
Jeder kennt das Gefühl, wenn mein Gegenüber krampfhaft versucht meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, durch ein aufgedrängtes Gespräch, was nicht enden will, durch einen vom Zaun gebrochenen Streit oder sinnlose Albernheiten. Man fühlt sich hinterher völlig leer und kraftlos. Ich habe den Begriff „Energievampire“ im Zusammenhang damit gehört und finde ihn sehr treffend.
Nehmen wir im Gegensatz dazu ein tiefes, vertrauensvolles Gespräch, bei dem sich die Gesprächsteilnehmer einander wirklich öffnen und vertrauensvoll im Miteinander sind. Solch ein Gespräch füllt die Akkus merklich und das sind dann Menschen, die einem richtig gut tun.

Voller Energie, obwohl körperlich erschöpft

Ein weiteres Beispiel: wenn ich in einer Gruppe bin, die gemeinsam irgendetwas macht, das alle als schön, angenehm oder interessant empfinden, dann öffnen sich die Mitglieder der Gruppe in Bezug auf die Tätigkeit und lassen alle ihre Energie in diese Tätigkeit fließen. Das empfinden alle als bereichernd. Das kann z.B. ein Projekt sein, bei dem alle wirklich engagiert sind und an einem Strang ziehen oder ein Festival oder Konzert auf dem es friedlich zugeht und alle Spaß haben an der Musik und am Miteinander. Man fühlt sich hinterher voller Energie, obwohl man körperlich eventuell völlig erschöpft ist.

Fließen statt ziehen

Versucht aber jemand diese Energie in unangenehmer Art und Weise auf sich zu ziehen, dadurch dass er sich in den Mittelpunkt drängt und so die Aufmerksamkeit auf sich lenkt, verebbt dieser Effekt sofort. Statt die EnergieEnergie in das Projekt fließen zu lassen, verschließen sich alle und versuchen den Energiefluss zu stoppen, denn der sich-in-den-Mittelpunkt-Drängende versucht die Energie zu ziehen. Er versucht Nutzen aus etwas zu ziehen, was gar nicht für ihn bestimmt ist und die anderen wehren sich dagegen, indem sie dicht machen. Meist kann man deutlichen Unwillen bei den anderen spüren, sie werden sauer auf den Energievampir.

Man erkennt die Grundhaltung

Viele Menschen ziehen auf die ein oder andere Art manchmal Energie. Die Art und Weise, wie sie das tun, zeigt welches Geistes Kind sie sind. Es gibt Menschen, die versuchen dafür etwas zurückzugeben und „singen und tanzen“ für andere, um deren Aufmerksamkeit zu bekommen oder sind besonders engagiert. Es gibt aber auch die Leute, die einfach nur nerven oder ständig stöhnen, streiten, aufdringlich sind oder auch durch das Verbreiten von Angst Aufmerksamkeit einfordern. Man erkennt daran die grundsätzliche Ausrichtung der Persönlichkeit.

Es ist spannend zu beobachten was passiert, wenn man einem Energievampir die Aufmerksamkeit verweigert, indem man ihn nicht beachtet, den Blickkontakt vermeidet, versucht die Situation zu verlassen oder ihn in anderer Form abblitzen lässt. Macht euch auf was gefasst…